Der Verein hat sich im Jahr 2015 in Dresden Pappritz gegründet, um zu einem guten und respektvollen Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner des Schönfelder Hochlands beizutragen. Auch Geflüchtete aus aller Welt sollen sich hier geborgen fühlen.

Unsere Initiative wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern, kommunalen und gemeinnützigen Einrichtungen sowie den kirchlichen Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen in Schönfeld-Weißig, Bühlau und Weißer Hirsch unterstützt.

Veranstaltungen

Für 2026 haben wir bisher zwei Veranstaltungen mit Kontrovers vor Ort geplant.

Wir laden herzlich dazu ein.

14.04. 2026      Hört mir mal endlich jemand zu!?!! (SG Weißig)

27.05. 2026      Ein Vermächtnis aus Haifa (Hoppes Hoftheater)

Über weitere Veranstaltungen informieren wir hier. Falls Sie per E-Mail informiert werden möchten, senden Sie uns einfach eine Nachricht über unser Kontaktformular.

14. April 2026

HÖRT MIR MAL ENDLICH JEMAND ZU!?!!
Ein Dialog-Workshop zum Thema Migration und Integration mit Sarah A. Besic

Migration sorgt nicht nur in Sachsen für Verunsicherung und kontroverse Diskussionen. Viele fragen sich, wie Zuwanderung das gesellschaftliche Zusammenleben beeinflusst – heute und in Zukunft. Ein Teil der Debatte thematisiert den Umgang mit Migration, der andere blickt auf den Bereich der Integration.

Auch wenn der Ausländeranteil in Sachsen unter dem Bundesdurchschnitt liegt, prägen Migration und Integration die politische Stimmung und Wahlentscheidungen stark. Die Polarisierung wächst: Die Grenzen des Sagbaren werden ausgelotet. Wer wird gehört – und wer nicht? Was ist Fakt, was Meinung oder Stimmungsmache?

Die Veranstaltung ist eine Einladung, in Ihrem Ort miteinander ins Gespräch zu kommen – respektvoll, offen und jenseits von Parolen.

Sarah A. Besic führt durch den Abend mit einem einführenden Video und einem Überblick über das Diskursfeld, dessen Akteure und Dynamiken sowie die zentralen Begriffe. Vor allem aber bietet er Raum für den persönlichen Austausch zu Beobachtungen und Empfindungen.

Sarah A. Besic (geb. 1969) wuchs als Kind einer Sächsin und eines Bosniers im Westen Deutschlands auf und zog nach der Wende nach Leipzig. Bundeswehreinsätze in Bosnien, dem Kosovo und Afghanistan waren prägende Erfahrungen. Heute arbeitet Besic als Coach und Meditationslehrer – stets getragen vom multikulturellen Erbe seiner Familie.

Ein Vermächtnis aus Haifa

Lesung mit Michael (Gerber) Touma

Der Nahe Osten ist viel mehr als Feindseligkeiten, Hass und Krieg. Es geschehen zahllose Geschichten, die den Weg zum Frieden, respektvollem Miteinander und zur Hoffnung vorleben.

Michael Touma erzählt in seiner Lesung von so einer, ganz persönlichen, Geschichte − der Geschichte seiner Eltern. 1949, ein Jahr nach Gründung des Staates Israel, begegnen sich die junge Jüdin Haya und der palästinensische Intellektuelle Emile in Haifa. Zwischen beiden entflammt eine Liebe, die in ihrem Umfeld auf Ablehnung und Widerstand stößt.

In der Lesung verbindet Michael Touma Fotos, Videos, eigene literarische Texte mit Auszügen elterlicher Briefe und Texte. Er zeigt die Lebensreise zweier Menschen, welche die Hürden der Wirklichkeit durch Liebe zu überwinden versuchten. Touma erzählt eine lokale und gleichzeitig universelle Geschichte, die Fragen nach Identität, Heimat, Sinn des Leides und des Kampfes weckt.

Emile starb 1985, Haya 2009. Sie liegen nebeneinander auf dem christlichen Friedhof in Haifa. Und so symbolisch und trotz der geteilten Wirklichkeit des Landes sind sie auch nach dem Tod beieinander.

„ … und die Erinnerung

an ihre Liebe

leuchtet wie ein Vermächtnis.“ (Touma, Michael: „Heimat“)

Zum Autor

Michael Touma, Jahrgang 1956, wurde als Kind einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters in der Hafenstadt Haifa geboren. Er lebt in Leipzig und arbeitet in den Bereichen Malerei, Medienkunst und Literatur.

27. Mai 2026

Der Verein

Als im Herbst 2014 bekannt wurde, dass in Dresden-Pappritz ein Heim für Flüchtlinge entstehen sollte, schlossen sich etwa 160 Menschen zu einer parteiunabhängigen Initiative zusammen, um Flüchtlingen Hilfe und Begleitung bei ihrer Ankunft und während ihres Aufenthaltes im Schönfelder Hochland anzubieten.

Mitarbeit

Sie können sich vorstellen, sich zu beteiligen?

Eine gute Idee! Wenn auch Sie helfen möchten, dann sind Sie uns sehr willkommen. Für weitere Informationen können Sie uns gerne schreiben.

Weitere Akteure

In Dresden gibt es einige Initiativen, die sich für Geflüchtete einsetzen. Wir haben eine Liste mit Links zu den entsprechenden Internetauftritten zusammengestellt.